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Nature Trail

Rundwanderweg Wassergewinnungsanlage Hohe Struth

Nature Trail · Neunkirchen
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Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V. Verified partner  Explorers Choice 
  • Rastanlage Breitenbach
    / Rastanlage Breitenbach
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Kleines Wegekreuz
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Blick aufs Dorf
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Sickerwand Hohe Struth am oberen Ende der Wassergewinnungsanlage
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Jubiläumskreuz nahe der Eiercke
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Blick auf Zeppenfeld
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
  • / Ausgangspunkt auf der Eierecke
    Photo: Heimatverein Zeppenfeld e.V., Community
m 400 380 360 340 320 2,0 1,5 1,0 0,5 km

Rundwanderweg entlang der ehemaligen Wassergewinnungsanlage Hohestruth.

Start auf der s.g. Eierecke, zum wenige hundert Meter entfernten Rastplatz Breitenbach (mit Brunnen, Bachlauf und Ruhebänken). Weiter zum "Kleinen Wegekreuz" und dann zum oberen Ende des Rundwanderweges, der Sickeranlage. Von dort zurück am "Jubiläumskreuz" vorbei mit guter Sicht aufs Hellerthal bis  zum Ausgangspunkt, der s.g. Eierecke.

easy
Distance 2.4 km
0:40 h
72 m
72 m

 WVS-Erläuterungen zur Wassergewinnungsanlage „Hohe Struth“

Den WVS freut es, dass sich mit dem Heimatverein Zeppenfeld e.V. engagierte Personen gefunden haben, die sich für die historische Wassergewinnungsanlage im ortsnahen Umfeld aus dem frühen 20. Jahrhundert interessieren und die Kultur der Nachwelt erhalten.

Denn, wer kann sich heute noch vorstellen, was Trockenjahre in den 50er und 60er Jahren bedeuteten? Weitere 50 Jahre später, mittlerweile im 21. Jahrhundert, steht uns das kostbare Trinkwasser qualitativ und quantitativ bedenkenlos und ausgiebig zur Verfügung. Früher, zumindest um das Jahr 1903, war die Bevölkerung sicherlich froh, fließend Wasser in den Haushalt zu bekommen, um auf die Hauswasserbrunnen verzichten zu können, wenigstens für die Trinkwassernutzung.

Diese Trinkwassergewinnungsanlage steht für zahlreiche Anlagen im hiesigen Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein und zeigt die Entwicklungshistorie in unseren Breitengraden rund um das lebenswichtigste Gut auf. Vereinzelt entstanden im Kreisgebiet auch schon dezentrale Wasserversorgungsanlagen Ende des 19. Jahrhunderts.

So kam es, dass die Ortsgemeinden eigenverantwortlich ihre Anlagen errichteten, auch Zeppenfeld. Die Herstellung der neuen unterirdischen Infrastruktur erfolgte ab 1903 mit reiner Muskelkraft – an maschinelle Bearbeitung war noch nicht zu denken. Die Rohrdimensionierungen wurden größtenteils mit DN 50/60/70 oder 80 gewählt. Das Rohrmaterial bestand aus Grauguss und im Bereich von Sickergräben aus gelochten Tonrohren. Der Wasserbedarf lag für die Ortsgemeinde Zeppenfeld bei ca. 100 m³ pro Tag.

Für ca. 4 bis 5 Jahrzehnte war die Trinkwassergewinnungsanlage samt Rohrleitungen für die Ortschaft Zeppenfeld ausreichend dimensioniert, doch Mitte der 1950er Jahre merkte man, dass die Trinkwasserversorgung ohne bauliche Erweiterungen/Erneuerungen nicht mehr lange gesichert war.

1956 entstanden Planungen zur Erweiterung der Anlage durch das zuständige Kreiskulturbauamt. Deren Planungsvorlagen wurden noch im gleichen Jahr landesordnungspolizeilich genehmigt, heute heißt es: Erlaubnis oder Baugenehmigung! Gleichzeitig erhielt die Gemeinde Zeppenfeld eine nicht rückzahlbare Staatsbeihilfe von 125.000 €. Begründet wurde der Ausbau-Antrag durch eine fortschreitende Ortsvergrößerung und einer damit verbundenen notwendigen Erhöhung des Wasserdargebotes.

So konnte die Gemeinde Zeppenfeld im Jahre 1957 verschiedene Baufirmen beauftragen, die die Erweiterung- u. Erneuerungsarbeiten an der Gewinnungsanlage durchführten. Die technischen Bauwerke wurden auf den damaligen „Stand der Technik“ ausgebaut. Die meisten Grauguss-Rohrleitungen wurden durch Asbestzementrohre der Nennweite 100 ausgewechselt. Insgesamt wurden die heute noch existierenden Sammelbrunnen, Rohrbrunnen und Wasserstollen samt Zugänge erneuert/saniert. Gleichfalls wurde der um 1903 errichtete Hochbehälter (Nutzinhalt 130 m³) am Daaderweg technisch ertüchtigt und mit einer geschlossenen Aufbereitungsanlage ausgestattet. Um den gestiegenen Wasserbedarf und die Trinkwasserabgabe an die Haushalte zu kompensieren, entstand zusätzlich ein neuer Hochbehälter (Nutzinhalt 100 m³) im Bereich Mühlenberg. Die Fertigstellung der Um- und Erneuerungsbaumaßnahmen wurde 1959 durch die Bezirksregierung Arnsberg und 1960 vom Wasserwirtschaftsamt Hagen abgenommen.

Grundsätzlich ist man bei dieser Art von Trinkwassergewinnungsanlage stark vom Niederschlag abhängig. So kam es immer wieder vor, dass bei längeren Trockenphasen die Wasserversorgung für Zeppenfeld über diese Anlage nicht ausreichte. Die „Schüttung“/Ergiebigkeit der Gewinnungsanlage reduzierte sich bis auf 40 m³ pro Tag. Um nicht auf dem „Trockenen“ zu sitzen, baute die Gemeinde eine Ortsnetz-Verbindung an das Neunkirchener Versorgungssystem und glich die Mindermenge durch Wasserbezug aus der Grube „Knappschaftsglück“ aus.

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte sich der Wasserbedarf für die Gemeinde Zeppenfeld bereits auf ca. 200 m³ pro Tag verdoppelt. Wiederum sah sich die Gemeinde veranlasst, für die Wasserversorgung tätig zu werden. So entstanden ab 1965 zusätzlich 2 Horizontalbohrungen im Bruchwald und eine Gewinnungsanlage im Bahlenbachtal (Gemarkung Wiederstein). Der steigende Wasserbedarf sowie die Trockenjahre 1957 und 1959 machten deutlich, dass eine sichere Trinkwasserversorgung nur großräumig möglich ist.

1961 traten die Städte Siegen, Weidenau und die Gemeinde Eiserfeld dem Wasserverband Siegerland bei. Damit war die wirtschaftliche Grundlage für Planung und Bau der Obernautalsperre gegeben, die in der Zeit von 1967 bis 1971 realisiert worden ist. Bis zum Anfang der 70er-Jahre wurden auch die übrigen Kommunen des damaligen Kreises Siegen, darunter auch Neunkirchen, Verbandsmitglieder. Mit dem Bau und der Inbetriebnahme der Obernautalsperre und der Herstellung eines zentralen Wasserversorgungssystems übernahm der Wasserverband Siegerland (heute: Wasserverband Siegen- Wittgenstein) die Wasserversorgung.

So kam es schließlich, dass die Gewinnungsanlage „Hohe Struth“ im Jahre 1977 völlig aufgegeben wurde und seitdem für die Wasserversorgung keine Rolle mehr spielt. Wie in vielen vergleichbaren Fällen ist der WVS jedoch noch Eigentümer der technischen Einrichtungen und somit auch verkehrssicherungspflichtig. Seit einigen Jahren werden diese „Altanlagen“ seitens des WVS zurückgebaut, so dass potentielle Gefahrenquellen reduziert werden. Bei der hier betrachteten ehemaligen Trinkwassergewinnungsanlage sind die Eigentumsverhältnisse mit Ausnahme der Hochbehälter zum 01.01.2015 an die Gemeinde Neunkirchen zurück übertragen worden und der Heimatverein Zeppenfeld setzt sich für die Anlagenbetreuung und -Pflege ein.

Die bauliche Besonderheit bei der hier ehemals betriebenen Trinkwassergewinnungsanlage ist die vielfältige Kombination von technischen Möglichkeiten, oberflächennahes Grundwasser unter der Berücksichtigung topographischer und geologischer Zwänge und Randbedingungen zu nutzen. Es wurden kombiniert: Wasserstollen, Schacht mit Sickergraben, Schachtbrunnen mit Sickergräben, Sickerkessel, Ringschacht.

Profile picture of Sonja Berg
Author
Sonja Berg
Update: November 05, 2018
Difficulty
easy
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
410 m
Lowest point
338 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Start

Coordinates:
DD
50.776033, 8.019855
DMS
50°46'33.7"N 8°01'11.5"E
UTM
32U 430893 5625377
w3w 
///sunbeams.maddest.default

Note


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Public transport

Public-transport-friendly

Coordinates

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50.776033, 8.019855
DMS
50°46'33.7"N 8°01'11.5"E
UTM
32U 430893 5625377
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Arrival by train, car, foot or bike

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Equipment

Basic Equipment for Nature Trails

  • Sturdy, comfortable and preferably waterproof footwear
  • Comfortable clothing
  • Rucksack (with rain cover)
  • Protection against sun, rain and wind (hat, sunscreen, water- and windproof jacket)
  • Sunglasses
  • Hiking poles
  • Ample supply of drinking water and snacks
  • Cell phone
  • Cash
  • Umbrella
  • The 'basic' and 'technical' equipment lists are generated based on the selected activity. They are not exhaustive and only serve as suggestions for what you should consider packing.
  • For your safety, you should carefully read all instructions on how to properly use and maintain your equipment.
  • Please ensure that the equipment you bring complies with local laws and does not include restricted items.

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Difficulty
easy
Distance
2.4 km
Duration
0:40 h
Ascent
72 m
Descent
72 m
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