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Eine Ausstellung mit Fotografien der Dortmunder Künstlerin Era Freidzon zur Eröffnung des "Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 5786/5787" mit dem Motto "Schulter an Schulter miteinander" Die Ausstellung "Chut adom 100 rote Bändchen" zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Kinder in der Jüdischen Gemeinde Dortmund und macht jüdischen Alltag sichtbar. Die Dortmunder Künstlerin Era Freidzon fotografierte im jüdischen Kindergarten Kinderhände, die basteln, malen, lesen, spielen, kochen, Sport machen, beten oder musizieren. Die Aufnahmen sind jeweils schwarz-weiß bis auf ein rotes Element: das Chut adom. Diese roten Bändchen, auch "Kabbala-Bändchen" genannt, sind Glücksbringer und Schutzzeichen gegen den "bösen Blick". Wenn die Eltern sie ihren Kindern ums linke Handgelenk knüpfen, segnen sie sie mit einem hebräischen Gebet ("Ana Be Koach") oder einem jiddischen Segenspruch wie "Mazel dir, Zai Gezunt!" ("Viel Glück, bleib gesund"). Mit diesem Schutz gewappnet soll es den kleinen Menschen besser gelingen, ihren eigenen Weg zu finden und ihr Leben zu meistern. Für Era Freidzon sind die Fotografien ein visuelles Gebet für das individuelle Glück und eine bessere Zukunft für alle Kinder und dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland, trotz allen Widrigkeiten, stattfindet und eine Zukunft hat.