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Reisverslag

Feuer, Glut und lange Sternennächte

Reisverslag · Siegerland-Wittgenstein · 02.03.2022
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  • Köhler bei der Arbeit
    Köhler bei der Arbeit
    Foto: Achim Meurer, CC BY, Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V.
Zu Besuch beim Köhler von Walpersdorf

Hach, wie herrlich das riecht! Schon von weitem können wir sehen und riechen, wo der Köhler sein Lager aufgeschlagen hat. Ein bisschen wie früher bei der Oma, wenn sie im Herbst den Kamin anfeuerte, um die Kälte zu vertreiben. Der Geruch von brennendem Holz und Rauch bringt viele Erinnerungen mit sich, als wir dem Kohlenmeiler näher kommen. Die Kindheit flackert in Gedanken auf, stürmische Herbsttage, gemütliche Abende am Feuer, Stockbrot und Gegrilltes sind vor dem geistigen Auge zu sehen. Der magische Schein von tanzenden Flammen eines wilden Feuers. Wir sind gespannt, was nun kommt. Der Köhler macht Kohle. Aber wie?

Als wir näherkommen, merken wir, dass der Meiler zwar qualmt, man aber gar kein offenes Feuer sehen kann. Kaum zu glauben, aber so ein Meiler brennt zehn bis zwölf Tage lang. So lange dauert es, bis die „Kohle gar“ ist, wie der Experte sagt.

In dieser langen Zeit muss der Köhler immer wieder nach dem Rechten schauen. Reinhold Wagener oder einer seiner Helfer sind dann tagelang auf dem Meilerplatz, schlafen nachts unter einem wunderbaren Sternenhimmel in der kleinen Köhlerhütte und kontrollieren das Verkohlen der Holzscheite. Gar nicht so einfach, das erkennen wir schnell.

Wer hier in Walpersdorf seine Kohle kauft, weiß das zu schätzen und bekommt dafür ein ganz besonderes Produkt. Die Holzkohle ist perfekt für den Grill, denn sie heizt lange und gleichmäßig. Natürlich decken wir uns gleich ein, die nächste Grillfeier ist gesichert!

Rauch über einem aktiven Kohlenmeiler in Walpersdorf
Rauch über einem aktiven Kohlenmeiler in Walpersdorf
Historische plekken · Netphen
Kohlenmeiler Walpersdorf
Netphen

Die Köhlerei zur Herstellung von Holzkohle hat im Siegerland eine lange Tradition. In Walpersdorf ...

van Jana Rommelmann,   Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V.

Wer kennt nicht das alte Kinderspiel „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ Wir haben das früher immer gespielt, aber wer dieser „schwarze Mann“ sein sollte, das wussten wir auch nicht. Köhler Reinhold Wagener ist zwar im wahrsten Sinne des Wortes ein schwarzer Mann, aber ein ganz netter – vor ihm braucht keiner Angst zu haben. Im Gegenteil: Als wir mit ihm unterwegs sind, lernen wir viel Neues, lachen viel und erfahren gleichzeitig, wie ein Meiler zur Herstellung von Holzkohle aufgebaut wird.

Reinhold Wagener macht aus Holz Holzkohle. Heute wird dieser besondere schwarze Stoff meistens nur noch zum Grillen benutzt. Früher war die Kohle sehr wertvoll und ein wichtiger Energielieferant – bei uns im Siegerland vor allem zur Eisenverhüttung. Die Köhlerei ist eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Bis ins letzte Jahrhundert gab es noch hunderte Kohlenmeiler in den Tälern unserer Region, erzählt Reinhold Wagener. Später waren andere Brennstoffe günstiger und so verschwanden die Meiler.

In Netphen-Walpersdorf befindet sich am Talausgang über dem Dorf einer der letzten Meilerplätze der Region. Schon seit mehr als 200 Jahren wird hier Kohle hergestellt. Die Familie Wagener übt das Köhlerhandwerk bereits in der neunten Generation aus. Köhler Reinhold Wagener bewahrt diese alte Tradition und gibt sie an künftige Generationen weiter, wie er stolz berichtet. Einige junge Menschen aus dem Dorf hat er ausgebildet, damit die Tradition erhalten bleibt. Auch sein Neffe packt mit an und lernte, worauf es ankommt, wenn man Köhler ist.

Ein aufgeschichteter Kohlenmeiler in Walpersdorf
Ein aufgeschichteter Kohlenmeiler in Walpersdorf
Ist der Meiler „gar“, wird gelöscht und die Kohle ausgeräumt. Nur rund ein Viertel der ursprünglichen Masse bleibt übrig, wenn der Brand abgeschlossen ist. Verkohlt werden in Walpersdorf Laubhölzer, also Eiche, Birke und Buche aus dem Haubergswald. Wagener und seine Mitstreiter schichten die Holzstücke sorgfältig zu einem Kegel auf. Danach dichten sie alles mit Rasenstücken und Köhlererde ab, damit der Holzkegel luftdicht verpackt ist. Nur einzelne Löcher werden in die Außenhülle gestoßen und sorgen dafür, dass der Rauch abziehen kann. Über den Mittelschacht wird das Feuer entzündet. Ab jetzt muss der Meiler für rund zwei Wochen beobachtet werden. Bei nur wenig Luftzufuhr schwelt das Holz nur vor sich hin, statt zu brennen. So entsteht über Tage die Holzkohle.
Themaweg · Netphen
Köhlerpfad
Aanbevolen route Niveau Licht
Afstand 5,2 km
Duur 1:27 u
Stijgen 107 m
Afdalen 107 m

Eine Wanderung auf dem Köhlerpfad ist ein ganz besonderes Erlebnis. Begeben Sie sich auf die Spuren des Köhlerhandwerks und tauchen tief in dessen ...

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van Kirsten Müller,   Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V.
Anschließend wandern wir auf dem rund fünf Kilometer langen Köhlerpfad, markiert mit dem Zeichen A1, – ist ein ganz besonderes Erlebnis. Auf den Spuren des Köhlerhandwerks tauchen wir tief in dessen Geschichte ein. Anhand einiger Schautafeln lernen wir etwas über die Geschichte der Köhlerfamilie Wagener, den Aufbau und die Funktion eines Kohlenmeilers, den Hauberg und die Geschichte der Holzkohle. Auch die Werkzeuge des Köhlers und Fachbegriffe aus der Köhlerei werden anschaulich erklärt.
Schon mal mit Holzkohle geschrieben? Nein? Dann aber jetzt! Wer noch mehr Spaß haben möchte und für Unterhaltung sorgen will, besorgt sich direkt an der ersten Schautafel des Köhlerpfads das Köhlerquiz. Dazu gibt es natürlich ein Stück Holzkohle zum Schreiben. Unterwegs auf dem Themenwanderweg gibt es einiges zu lernen und entdecken. Der Köhlerpfad ist ein Erlebnis für die ganze Familie und geeignet für Kinder ab 6 Jahren. Für die ganz Kleinen ist ein geländegängiger Kinderwagen zu empfehlen, da die Wege naturbelassen oder geschottert sind.
Netphen

Ein besonderer Spielplatz für kleine Entdecker in wunderschöner Lage mitten in der Natur.

van Jana Rommelmann,   Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V.
Für alle Kinder, die nach dem Rundgang noch toben wollen, ist der Naturspielplatz mit Sandkasten, Seilbahn, Schaukel und Matschanlage perfekt. Ein besonderer Ort für kleine Entdecker mitten in der Natur. Der Kinderspielplatz liegt in einer kleinen Senke, mitten in den grünen Wiesen des Rothaargebirges, zwischen Wanderparkplatz und Meilerplatz, direkt am Start- und Endpunkt des Köhlerpfads. Durch das Gelände schlängelt sich sogar ein kleiner Bachlauf. Tische und Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Profielfoto van: Stefanie Stoltenberg
Auteur
Stefanie Stoltenberg
Laatste wijziging op: 02.03.2022


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