Scherbenfunde und alte Karteneintragungen deuten darauf hin, dass früher an dieser Stelle ein runder Turm mit ca. 10m Durchmesser gestanden hat (ca. 2 Hälfte des 14 Jahrhunderts). Er diente früher als Landwarte, einem Wachturm, da aufgrund der erhöhten Lage das Lahntal gut einseh- und kontrollierbar war. Dieser Turm bzw. die Überreste, von dem 1927 vermutlich nur noch Ruinen übrig waren, wurden wahrscheinlich komplett durch den Bau des Denkmals zerstört.
1927 wurde das heutige "Steinchen" - das Ehrenmal, als Erinnerungsmal für die Gefallenen im Krieg eingeweiht. Damals war man sich noch nicht bewusst, dass man drei Jahrzehnte später wieder Tafeln mit Vermissten und Kriegsgefallenen anbringen musste.
1981 gab es Pläne der Stadt Bad Laasphe, das Ehrenmal am Steinchen abreißen zu lassen woraufhin die die Bürgeraktionsgemeinschaft (BAG) Schöne Altstadt e.V. Bad Laasphe aktiv wurde. Zusammen mit der Kurverwaltung organisierte das Komitee "Rettet das Ehrenmal am Steinchen" 1984 das 1. Internationale Musikfest. Mit dem Erlös dieser Veranstaltung sowie Spenden einiger Bürger und Firmen wurden finanzielle Mittel zur Sarnierung gesichert. Aber ohne die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder des Komitees wäre es nicht möglich gewesen, das Denkmal zu retten. Umso ausgiebiger und schöner wurde die erneute öffentliche Zugänglichkeit des Ehrenmals im Jahre 1985 gefeiert und zwar im Rahmen des 2. Internationalen Musikfestes.
Und noch heute kümmert sich die BAG weiterhin um die Erhaltung, 2011 brachte sie mit der Unterstützung eines ortsansässigen Dachdeckerbetriebs sowie der Sparkasse Wittgenstein 5.000€ für eine erneute Sanierung auf.
2018 kam brachte die BAG dann das nächste Projekt ins Rollen und zur Umsetzung. Der ehemals steinige, unebene und mit Treppenstufen durchsetzte Zugang zum Steinchen wurde behindertengerecht gestaltet und ist seither auch mit Rollstuhl bzw. Kinderwagen einfach zu erreichen. Auch die Beleuchtung, die seit Mitte der 1980er Jahre nicht nur das Ehrenmal sondern auch das Schloss Bad Laasphe ziert, geht auf die BAG zurück. Diese Maßnahmen verschönern das nächtliche Stadtbild der Stadt Bad Laasphe immens.
Mit seinem wunderschönen Ausblick auf die Altstadt sowie das gegenüberliegende Schloss Wittgenstein ist es für jeden ein ganz einfach und barrierefrei zu erreichender und lohnenswerter Abstecher von einer Kurparkrunde oder vieler Wanderwege, die hier entlang führen. Kleiner Tipp für Fotografen: Das schönste Licht hat man hier in den Morgenstunden aber auch am Abend ist der Besuch lohnenswert. Das beleuchtete Schloss Wittgenstein ist ein wunderbares Motiv - nicht nur für Fotografen.Good to know
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Directions & Parking facilities
Eine Anfahrt bis zum Kurpark ist möglich, allerdings gibt es dort keine Parkmöglichkeiten (bis auf 2 Behindertenparkplätze). Wir empfehlen das Auto im Zentrum stehen zu lassen und in den Kurpark zu laufen (ca. 5-10 Minuten Fußweg).
Parken
Im Kurpark selbst stehen nur zwei Behindertenparkplätze zur Verfügung.
Öffentliche Verkehrsmittel
Die Anreise nach Bad Laasphe mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos möglich. Nähere Informationen finden Sie unter
www.kurhessenbahn.de
www.vws-siegen.de
Author
Petra Markus
Organization
Touristikverband Siegen-Wittgenstein e.V.
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