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Eine Kooperation von Apollo-Theater Siegen (D) mit dem Studio für Neue Musik der Universität Siegen (D) Das Programm dieses Klavierabends ist ein feingesponnenes Netzwerk aus vier Jahrhunderten Musik nichts besteht nur für sich, jedes Stück Musik reagiert auf andere Musik aus Vergangenheit oder Gegenwart. Nur Besonders deutlich ist das in der Ciaccona des als Dirigent der J.S.Bach-Stiftung weltbekannt gewordenen Schweizers Rudolf Lutz, die Johann Sebastian Bachs wohl berühmtestes Violinwerk, die Chaconne in d-Moll, in sich aufgesogen hat und sie kreativ für Klavier bearbeitet. Nicht selten werden auch musikalische Reminiszenzen in einer Komposition bedeutsam, wenn sie in Erinnerung an einen Verstorbenen entsteht so schreibt Max Reger seine ergreifende Resignation anlässlich des Todes von Johannes Brahms, ebenso wie Paul Dukas dem verehrten Claude Debussy mit einem Werk über das Flötensolo aus dessen Prélude à laprès-midi dun faune ein Denkmal setzt. Viele weitere derartige Querbezüge machen das Programm dieses Abends zu einem Gesamtkunstwerk, in dem die Musik aus Vergangenheit und Gegenwart als Einheit erlebbar wird. Kolja Lessing wird als sensibler, nachdenklicher und hochvirtuoser Musiker sowohl auf der Geige als auch auf dem Klavier weltweit geschätzt und verehrt, nicht zuletzt wegen seines unbeirrbaren Einsatzes für jüdische Komponisten, von denen auch in diesem Programm einige Kostbarkeiten zu hören sein werden.