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Verheißenes Land der Juden, Heiliges Land der Christen und die Al-Aqsa der Muslime
Vortrag/Lesung
Das Verhältnis zwischen Religion und Politik im Nahostkonflikt steht im Mittelpunkt eines Vortrags von Christian M. Rutishauser, Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung an der Universität Luzern. Unter dem Titel "Verheißenes Land der Juden, Heiliges Land der Christen und die Al-Aqsa der Muslime" beleuchtet der Referent die komplexen Hintergründe des Konflikts in Israel und Palästina. Ausgehend vom Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, dem darauffolgenden Gazakrieg sowie der anhaltenden Bedrohung Israels durch den Iran und seine Verbündeten, richtet der Vortrag den Blick auch auf die Auswirkungen im Westen. Insbesondere der Anstieg antisemitischer Tendenzen und die Belastung jüdisch-christlicher Beziehungen weltweit werden thematisiert. Die öffentliche Debatte über den Nahostkonflikt ist häufig von Emotionen und vereinfachenden Schwarz-Weiß-Darstellungen geprägt. Der Vortrag geht daher zentralen Fragen nach: Warum bewegt der Konflikt die Menschen weltweit so stark? Welche Rolle spielen religiöse Überzeugungen im politischen Geschehen? Welche historischen Entwicklungen haben zur heutigen Situation geführt? Und welchen Beitrag kann die christliche Theologie zur aktuellen Diskussion um Land und Staat leisten? Ziel der Veranstaltung ist es, Orientierung zu bieten und ein vertieftes Verständnis für die komplexe Lage zu fördern. Die Teilnehmenden sollen dazu befähigt werden, sich eine differenzierte Meinung zu bilden sowohl als Bürgerinnen und Bürger demokratischer Gesellschaften als auch aus christlicher Perspektive. Veranstalter des Vortrags sind die Katholische Erwachsenen - und Familienbildung Südwestfalen in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland.