Zeitzeugen auf Zelluloid

Film
Hüttenwerke Siegerland vs. Der Eisenwald
1956 gaben die Hüttenwerke Siegerland einen Dokumentarfilm über die verschiedenen Standorte (u. a. Niederschelden, Wissen, Attendorn, Eichen) in Auftrag. Der Kameramann und Dokumentarfilm-Regisseur Alexander Treleani führte die Regie. Der Film dokumentiert einen Zeitpunkt, an dem das Siegerland noch stark von der Eisen- und Stahlproduktion geprägt war und macht die damaligen Arbeits- und Produktionswelten mit Aufnahmen von Hochöfen, Walzstraßen und Verladetätigkeiten visuell zugänglich. Der Film zeigt die Hüttenwerke Siegerland AG als großen Montanbetrieb mit Stahl- und Feinblechproduktion im wirtschaftlichen Aufschwung der 1950er-Jahre und kann somit als Image‑ und Informationsmedium des Unternehmens gelesen werden, das Effizienz und Modernität betont - typisch für Industriefilme dieser Zeit. Damit ist der 31minütige Film ein Gegenentwurf zum regionalen Kulturfilm Der Eisenwald, der drei Jahre zuvor eigentlich als `Imagefilm´ für die Region entstanden war - aber nicht die Arbeitswelt der 1950er Jahre widerspiegelte. Daher werden zum Vergleich auch Ausschnitte aus Der Eisenwald gezeigt.

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