EmpCo-Richtlinie
-
Claims sammeln
An welchen Stellen wird über Nachhaltigkeit gesprochen?
- Website (alle Unterseiten, nicht nur die Nachhaltigkeitsseite)
- Flyer, Prospekte, Gästemappe, Speisekarte
- Buchungsportale und Profile auf Plattformen
- Social Media, auch ältere Beiträge
- Newsletter, Angebotsvorlagen, Signaturen
-
2. Risikowörter markieren
Sämtliche Texte sollten geprüft und markiert werden. Folgende Begriffe sind kritisch, wenn sie nicht belegt werden.
- nachhaltig, grün, öko, umweltfreundlich, umweltbewusst
- klimafreundlich, klimaneutral, CO2-neutral, positiv fürs Klima
- naturfreundlich, unberührte Natur, Freund der Natur
- 100 % nachhaltig, ohne schlechtes Gewissen
- bewusst, verantwortungsvoll, für zukünftige Generationen
Auch Bilder, Symbole und Farben können dazu zählen: Ein Blatt-Symbol, viel Grün oder eine stark naturbetonte Bildsprache kann in einem bestimmten Kontext ebenfalls als Umweltaussage gelten.
- nachhaltig, grün, öko, umweltfreundlich, umweltbewusst
-
3. Belegbarkeit der Aussagen prüfen
Jede Aussage sollte belegt werden können? Die Belege sollten leicht auffindbar sein. Es sollte auch geprüft werden, welche Belege veröffentlicht oder verlinkt werden können?
- Zertifikate und Prüfberichte
- Lieferantenlisten, Rechnungen, Bezugsnachweise
- Messdaten, Verbrauchsabrechnungen, Stromverträge
- Betriebliche Regelungen und Dokumentationen
-
4. Texte präzisieren
Pauschale Aussagen sollte durch konkrete ersetzt werden. Vier Angaben helfen dabei:
- Maßnahme: Was genau wird getan?
- Zeitraum: Seit wann? In welchem Jahr? In welcher Saison?
- Geltungsbereich: Betrifft es den ganzen Betrieb oder einen Teilbereich?
- Grenzen: Was ist ausdrücklich nicht enthalten?
Der Kern der Aussage muss für sich stehen. Über einen Link oder QR-Code können Informationen vertieft, Zahlen geliefert oder die Methodik erklärt werden. Die pauschale Aussage sollte aber nicht dadurch erst nachträglich erklärt werden. Es gilt: Erst konkret formulieren, dann verlinken.